Warum Laufen?

Laufen zieht immer mehr Interessierte in seinen Bann. Doch warum tun sich immer mehr Menschen diese relativ monotone und meist langwierige Belastung an? Das liegt daran, dass das Laufen eine Reihe von Effekten mit sich bringt, auf die Läufer nicht mehr verzichten wollen. Dabei gibt es selten ein einzigen Motiv, weswegen Ausdauerlaufsport betrieben wird, sondern es spielen eine Vielzahl verschiedener Gründe zusammen. Das können sehr pragmatische Motive wie Gesundheitsbewusstsein, teils in Verbindung mit einer gewünschten Gewichtsregulierung, sein. Aber sie können auch über eine Verbesserung des Wohlbefindens und Ausgeglichenheit, bis hin zu einem höheren Selbstwertgefühl und Anerkennung reichen.

 

Gesund bis ins Alter

Mit Lauftraining starten, Gesund im Alter

Bewegungsmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Erkrankungen und das nicht erst im Alter. Daher wurde Bewegungsmangel auch als Risikofaktor von verschiedenen Organisationen, wie z.B. der WHO oder FIMS, anerkannt. Laufen kann diesen Bewegungsmangelkrankheiten vorbeugen, sodass Sie von einer höheren Leistungsfähigkeit im Alter profitieren können. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich sportliche Aktivität positiv auf die Gesundheit im Alter, geringe Neigung zu Depressionen und sogar der Lebenserwartung auswirkt. Für den sogannten Gesundheitsläufer genügt oftmals schon ein niedriger wöchentlicher Trainingsumfang, um eine nachhaltige Gesundheitswirkung zu erreichen. Langfristig stärkt Laufen das Immunsystem und damit auch die Resistenz gegen bakterielle Entzündungen und Viren.

 

Im Gegensatz zu anderen weitaus schwieriger zu erlernenden Sportarten, kann man mit dem Laufen auch im Alter anfangen. Sofern es mit Ihrem Arzt abgesprochen ist, stellt das Laufen auch eine ideale Methode zur Gewichtsreduzierung dar. Gerade durch die Verbindung aus gesunder und gezielter Ernährung und einen durchdachten Lauftrainingsplan lässt es jede andere Form des Abnehmens in den Hintergrund rücken. Wie Sie Joggen und Ernährung optimal miteinander kombinieren, lesen Sie hier.

 

Ausgeglichenheit im Alltag

Das Laufen beeinflusst nicht nur die Muskulatur und den sonstigen Bewegungsapparat, sondern im hohen Maße auch unsere Psyche. Beim Laufen werden Endorphine ausgeschüttet, die eine positive Wirkung auf unsere Stimmungslage haben. Es gibt sogar Läufer, die von einen rauschähnlichen Zustand sprechen, was Experten größtenteils auf die Bildung von Endorphine zurückführen. Tatsächlich hilft die verbesserte Stimmungslage den Alltagsstress hinter sich lassen und auf neue Gedanken zu kommen. Durch das Laufen fühlen Sie sich vitaler und ausgeglichener und können damit auch im Alltag eine höhere mentale Leistungsfähigkeit errreichen. Dazu kommt es beim Laufen zu einer vermehrten Bildung von Botenstoffen, wie Serotonin, Adrenalin und Dopamin, die Schmerzen, Ermüdung, aber auch mentale Zweifel verringern. Ein engagierter Läufer wird auch in den "Genuss" des Runner's High (Läuferhoch) kommen. Bei diesen tut sich ein schmerzfreier und euphorischer Gemütszustand auf, die körperliche Anstrengung gerät in Vergessenheit, positive Gedankengänge rücken in den Vordergrund und Sie sind praktisch in einen Tunnel. Das Runner's High ist aber keinesfalls nur durch die Endorphinausschüttung begründet, sondern bedarf weiterer Einflussfaktoren.

 

Der Gedanke eine Strecke per Fuß zurückgelegt zu haben, weckt in Ihnen Glücksgefühle und kann damit auch eine Art von Selbsttherapie darstellen. Durch die Demonstrierung der eigenen Leistungsfähigkeit, gerade im Wettkampf, kann es ihr Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ungemein stärken. Nicht selten sind auch Anerkennung von Personen im Umfeld ein Motiv für den Ausdauerlauf.

 

Gerade in der heutigen Zeit, in der psychische und psychosomatische Erkrankungen, wie z.B. Depressionsstörungen oder Versagensängste, zunehmen, kann Laufen die Psyche unterstützen und stabilisieren. Lesen Sie hier mehr zur Psyche beim Laufen.

 

Gedankliche Informationsverarbeitung

Wenn Sie bereits regelmäßig Laufen gehen, kennen Sie bestimmt das Gefühl, dass Ihnen dabei immer die besten Ideen kommen. Das ist aber kein Zufall. Studien haben in der Tat bewiesen, dass Ausdauertraining einen positiven Effekt auf den Intelligenzquotienten hat. Es wird beim Laufen das Kreativitätshormon ACTH produziert, welches die Gehirnaktivitäten steigert. Dabei wird insbesondere die rechte Gehirnhälfte, die das intuitive Zentrum der Kreativität darstellt, und weniger die linke, rationale Gehirnhälfte angesprochen. Beim Laufen wird der Alltag reflektiert, Informationen verarbeitet, Problemlösungen gefunden und Ideen gesammelt. Es eignet sich damit den "Kopf frei zu bekommen" und den Ärger, die Zweifel und den Stress des Alltags hinter sich zu lassen.

Effizienz des Laufens

Beim Laufen werden neben dem Skilanglauf die meisten Muskeln eingesetzt (ca. ein Sechstel der Muskulatur) und auch die meiste Energie pro Zeiteinheit umgesetzt. Beim Laufen verbrennt man etwa doppelt so viele Kalorien wie beim Radfahren oder Walken in derselben Zeit. Daher ist er auch für die Gewichtsreduzierung prädestiniert (>Mehr). Zudem ist Laufen kein schwieriger Sport. Er ist dem Menschen praktisch in die Wiege gelegt und erfordert keine größere Lernphase, wie beispielsweise der Skilanglauf. Man kann ihn praktisch zu jeder Zeit und nahezu überall ausüben. Daher lässt er sich auch ideal in den Alltag integrieren und mithilfe von Trainingsplänen perfekt organisieren.

 

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10 Gründe zum Laufen!

Laufen ...

- hält Sie im Alter gesund und leistungsfähig

- macht Sie im Alltag belastbarer

- verbessert den Sauerstofftransport im Körper

- lässt Sie erholsamer schlafen

- bringt Sie auf neue Gedanken

- verbessert Ihr generelles Wohlbefinden

- verbrennt viele Kalorien

- erhöht Ihre Gedächtnisleistung

- stärkt Ihren Herzmuskel

- stärkt Ihr Immunsystem